Veröffentlichungen

Den Status quo in Frage stellen: Eine umfassende Überprüfung wertebasierter Versorgungsmodelle in der Kardiologie und Elektrophysiologie

Abstrakt

Hintergrund und Ziel

Die Verwirklichung wertbasierter Gesundheitsversorgungsmodelle (VBHC) könnte den Gesundheitssystemen weltweit bis zu $1 Billionen pro Jahr einsparen und gleichzeitig das Wohlbefinden und die Erfahrung der Patienten verbessern. Allerdings sind seine Einführung und Entwicklung eine Herausforderung. Diese Übersicht soll einen Überblick über die aktuelle Literatur zur Implementierung von VBHC-Modellen in der Kardiologie geben, mit Schwerpunkt auf der kardialen Elektrophysiologie.

Materialen und Methoden

Diese Scoping-Überprüfung wurde gemäß den bevorzugten Berichtselementen für systematische Überprüfungen und der Metaanalyse für Scoping-Überprüfungen durchgeführt. Bei den in dieser Veröffentlichung enthaltenen Aufzeichnungen handelte es sich um relevante Dokumente, die in veröffentlicht wurden PubMedMendeley Und ScienceDirect. Als Suchkriterien dienten Publikationen zu VBHC im Bereich Kardiologie und Elektrophysiologie, die zwischen 2006 und 2023 veröffentlicht wurden.

Ergebnisse

Die Implementierung von VBHC-Modellen in der Kardiologie und Elektrophysiologie steckt noch in den Kinderschuhen. Es besteht eindeutig die Notwendigkeit, die aktuelle Organisationsstruktur zu ändern, um funktionsübergreifende Teams einzurichten, bei denen der Patient im Mittelpunkt steht. Die Einführung neuer Erstattungssysteme ist von entscheidender Bedeutung, um diesen Prozess voranzutreiben. Herausforderungen für den Veränderungsprozess stellen unter anderem die Implementierung von Technologien zur Datenanalyse und zum Patientenmanagement dar.

Abschluss

Neue VBHC-Modelle haben das Potenzial, den Pflegeprozess und das Patientenerlebnis zu verbessern und gleichzeitig die Kosten zu optimieren. Die Umsetzung dieses Modells war vor allem deshalb unzureichend, weil es erhebliche Änderungen in den bestehenden Infrastrukturen und der lokalen Organisation erfordert, unter anderem die Einhaltung von Leitlinien überwachen und die Verbesserung der Lebensqualität und Patientenzufriedenheit bewerten muss.

Abstrakt

Background and Objective: Innovation is a key enabler of patient-centered care in cardiology, with new medical devices and digital health technologies offering the potential to improve outcomes and efficiency. However, the evaluation of these innovations poses challenges for clinicians, regulators, and procurement stakeholders, particularly within the complex European healthcare landscape. This review aims to explore the current state of health technology assessment (HTA) for cardiology-related medical devices in Europe, offering a clinical perspective.
 Material and Methods: Three independent scoping reviews were conducted following the PRISMA-ScR guidelines. Keywords included “innovation”, “health technology assessment”, and “cardiology”. The search was supplemented by the relevant literature on European HTA policies, regulatory directives, and emerging technologies. 
Results: The review identified three central themes: (1) the evolving role of clinicians in HTA processes, (2) the integration of innovative technologies such as digital tools and artificial intelligence within HTA frameworks, and (3) the considerable variation in HTA practices and policies across EU member states. 
Conclusions: HTA in Europe is undergoing a transformation, with increasing emphasis on interdisciplinary collaboration and frameworks that support innovation. While the goal of harmonization across the EU remains a work in progress, new regulatory efforts, such as the HTA Regulation (HTAR), offer promising avenues for aligning clinical practice with evidence-based assessment and reimbursement decisions.